Schön langsam fallen die Außentemperaturen und somit auch die Wassertemperaturen!Das bedeuten dann unter Wasser nochmals eine Aufbruchstimmung bei den Räubern um sich genug Energiereserven für den Winter anzufressen!Bis dass aber beginnt möchte ich nochmals kurz den vergangenen Teil der heurigen Saison revue passieren lassen,…..

Da ich mich heuer selbst wieder mal neuen Aufgaben und Herausforderungen stellen wollte suchte ich mir in meiner Umgebung ein neues Gewässer um mal etwas von gewohnten Bahnen ab zukommen!Die Herausforderung war einfach das ganze Jahr hauptsächlich nur dieses Gewässer hinweg zu befischen um es zu verstehen lernen wie dieses Gewässer und die Fische darin ticken!

Die ersten Ausfahrten mit dem Boot standen an und es war mal eine Gewässer Erkundung angesagt! Da auf diesen Gewässer die Benützung eines Echolotes erlaubt war ,erleichterte es natürlich die Situation um die Bodenstruktur und die Wassertiefe heraus zu finden! Es war nun kurz vor dem Schonzeitende und ich war mittlerweile einige Male am Wasser und hatte somit schon eine ungefähre Vorstellung wie das Gewässer aufgebaut war!

Nun war es endlich so weit , der Start in die neue Raubfischsaison war gekommen!Somit musste ich auch gleich aufs Wasser fahren um meine gewonnen Eindrücke und erarbeiteten Gewässerinfos in Taten umzusetzen! Ich fuhr meine ersten Stellen an die ich mir in den Vortagen schon mal in den Kopf zurechtgelegt habe! Es waren jetzt eher die Flachwasserzonen die ich suchte! Da die Laichzeit jetzt vorbei war und ich die Hechte hier noch vermutete,suchte ich diese Stellen auf. Wie in meinen alten gewohnten Gewässern begann ich so mit ca. 16 cm Gummis zu werfen und suchte mal alle Gewässerschichten ab, wo sich den die Räuber aufhielten. Da die Ködergröße in den letzten Jahren um die Zeit ja immer funktionierten, warum sollten sie auch nicht hier Fisch bringen!

Es vergingen Stunden, ein halber Tag, ein ganzer Tag und ich war ohne jeglichen Kontakt! Ok war so, ein Angeltag ist nicht immer ein Fangtag dachte ich mir! Ich probierte über Tags schon einige Köder und Methoden durch aber blieb von der Ködergröße immer ziemlich gleich und fischte so zwischen 14cm-18cm!

Die nächsten Ausfahrten legte ich von den Ausführungen immer ziemlich gleich an, wechselte bisschen die Farben, die Jiggewichte ,suchte neue Spots auf und wechselte ein bisschen die Größe durch, aber nur in geringen Unterschieden! Es stellte sich aber nicht wirklich ein Erfolg ein, wie ich es von den altbekannten Gewässer gewohnt war! War es noch zu Früh von der DQNL8518 - KopieJahreszeit ?War das Wasser noch zu kalt? Waren es die richtigen Stellen? Hatte ich einfach kein Anglerglück?

Das alles ging mir durch den Kopf und wollte das aber nicht einfach so hinnehmen! Ich musste  was ändern! Gesagt getan, ich entschloss mich mal total von den gewohnten Bahnen Abstand zu nehmen und machte genau das Gegenteil, dass ja „normalerweise“ immer funktionierte! Leichtere Rute, viel kleinere Ködergröße (8cm-max.12cm),andere Farben, leichtere Jigköpfe und anderer Führungsstil der Köder!

Was war los? Es gab sofort die ersten Kontakte und somit auch den ersten Fisch! Der war auch gleich nicht schlecht! War es Zufall? Nein! Denn auf einmal stellten sich regelmäßig Fänge ein! So war es das es dann über Tags dann schon mal mehr Hechte sein konnten, die sich mit der neu gewonnen Strategie überlisten ließen! Ich blieb dieser Methode über Wochen treu und war begeistert wie es auf einmal lief! Immer wieder kamen schöne Fänge hervor! Es gab auch natürlich Tage wo mal nichts ging aber ich hatte so ein Vertrauen gewonnen das ich das durchzog und dafür dann ordentlich belohnt wurde.

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Die Frühjahrsmonate waren schon langsam vorbei und der Hochsommer stand vor der Tür! Man merkte schon langsam von Tag zu Tag das die Fänge immer weniger wurden und sich unter Wasser was veränderte! Die Fische waren nicht mehr an gewohnten Stellten anzutreffen und die Fangzeiten, die sich im Frühjahr fast über den ganzen Tag verteilten, änderten sich auf die Früh-und Abendstunden!

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Somit war es wieder mal Zeit für eine Veränderung der Strategie um wieder regelmäßig an Fisch zu kommen! Es hieß also raus aufs offene Wasser zu fahren um dort die Fische zu finden! Da man dort die ganzen Futterfischschwärme antraf war es für mich klar das der Räuber auch hier nicht weit weg sein kann. Somit entschied ich mich im Freiwasser mal zum Schleppfischen um zu sehen wo und in welcher Gewässertiefe sich die Räuber befanden! Das hieß dann wieder schweres Gerät und auch deutlich größere Köder (15cm-30cm)!

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Dass dies eine richtige Entscheidung war zeigten mir dann ganz schnell ein paar tolle Fänge über ein paar Wochen! Durch das Schleppfischen lernte ich ganz schnell einige Stellen am Gewässer, wo es einfach häufiger zu Fängen kam! Das gab mir einfach sehr viel Vertrauen für die Spots um das „Freiwasserwerfen“ zu praktizieren! Das kann zwar eine sehr zähe Nummer werden, wenn oft Stunden lang der Kontakt zum Fisch ausbleibt. Aber durch das gewonnene Selbstvertrauen in die Hechtverdächtigen Stellen ließen auch da die Fänge nicht lange auf sich warten! Hier verwendete ich dann Köder die groß genug waren wie den 16 er oder 22 Shad Teez um sie auch noch ermüdungsfrei einige Stunden durchs Wasser zu leiern!

Was ich nun selbst gelernt und auch weitergeben möchte ist: Auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen! Oft fängige Angelmethoden die sich in einem schon „eingebrannt“ haben, führen nicht immer auch an anderen Gewässern zum Ziel, auch wenn dDBZQE5628 - Kopieiese sich sehr ähnlich sind!Umso mehr man sich selbst hinterfragt bei Misserfolg über Zeit (Schneidertage wird es immer geben), sich mit dem Gewässer beschäftigt, und sich in die Unterwasserwelt hineinversetzten kann umso erfolgreicher wird das angeln werden! Mann darf ruhig mal über die Grenzen gehen und Sachen probieren die einem noch nicht wirklich Erfolg gebracht haben!

Dan schauen wir einfach was der Herbst so mit sich bringt und werden eine tolle Zeit am Wasser genießen!

In diesem Sinne, verbringt eine gute Zeit am Wasser habt viel Spaß und nehmt tolle Erinnerungen mit! Nicht immer die größten und die meisten Fänge sind das wichtigste an einem Angeltag, sondern die Momente die sich jeder für sich mitnimmt!

Petri Heil

Martin

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